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Nationale und Internationale Ausstrahlung

  • 11. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Ein besonderer Schwerpunkt der letzten Jahre lag auf der Textilbranche. Mit dem «Ethical Fashion Forum» setzte Glarus Nord ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit entlang der globalen Wertschöpfungskette. Ziel ist es, Produzierende und Konsumierende gleichermassen für faire Produktionsbedingungen zu sensibilisieren.


Die Region knüpft damit auch an ihre textile Vergangenheit an. Veranstaltungen wie ebendieses Zukunftsforum für nachhaltige Textilien auf dem Kerenzerberg brachten Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um konkrete Lösungen zu diskutieren.Ein weiterer Höhepunkt war das Jahr 2023: Glarus Nord war Gastgeberin der 16. Internationalen Fair Trade Towns Konferenz. Rund 150 Teilnehmende aus über 25 Ländern kamen ins Glarnerland, genauer in die lintharena, um sich über Best Practices und Innovationen auszutauschen – ein Meilenstein für die internationale Vernetzung der Region.


Die Fair Trade Towns Conference lockte 2023 Vertreterinnen und Vertreter aus aller Welt nach Näfels in die lintharena.
Die Fair Trade Towns Conference lockte 2023 Vertreterinnen und Vertreter aus aller Welt nach Näfels in die lintharena.

Wirkung und Herausforderungen


Die Wirkung von Fair Trade zeigt sich oft indirekt und langfristig – etwa in verändertem Konsumverhalten oder gestiegenem Bewusstsein für globale Lieferketten. Gleichzeitig profitieren Produzierende im globalen Süden von stabileren Absatzmöglichkeiten und besseren Einkommen.

Auf lokaler Ebene ist in Glarus Nord ein Netzwerk engagierter Akteure entstanden. Dennoch bleiben Herausforderungen: Die Sensibilisierung der Beschaffungsverantwortlichen, Zielkonflikte mit regionalen Anbietern oder fehlende Daten zur Wirkung einzelner Massnahmen erschweren die Weiterentwicklung.


Die Fair Trade Towns Conference lockte 2023 Vertreterinnen und Vertreter aus aller Welt nach Näfels in die lintharena.
Die Fair Trade Towns Conference lockte 2023 Vertreterinnen und Vertreter aus aller Welt nach Näfels in die lintharena.

Zehn Jahre nach der Auszeichnung steht Glarus Nord jedoch nicht still. Nach einer ruhigeren Phase im Anschluss an die internationale Konferenz 2023 – auch bedingt durch die Bearbeitung von anderen, ebenso wichtigen Projekten innerhalb der Gemeinde – wird das Engagement derzeit gezielt weiterentwickelt. Der Fokus liegt weiterhin auf nachhaltigem Konsum, Bildung und Beschaffung. Neue Projekte und eine verstärkte Kommunikation sollen dem Thema wieder mehr Sichtbarkeit verleihen. Fair Trade Town ist kein statisches Label, sondern ein dynamischer Prozess, getragen von engagierten Menschen, die globales Denken lokal umsetzen.



Was ist Fair Trade überhaupt?


Fair Trade (Fairer Handel) ist ein Handelssystem, das bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für Produzentinnen und Produzenten im globalen Süden fördern soll. Im Mittelpunkt stehen faire Preise, langfristige Handelsbeziehungen sowie soziale und ökologische Mindeststandards.


Im Rahmen von Fair Trade Town in der Schweiz – koordiniert durch Swiss Fair Trade – geht es um die konkrete Umsetzung vor Ort: Lokale Partner wie Geschäfte, Restaurants oder Institutionen bieten mindestens drei Produkte aus fairem Handel an und machen diese sichtbar. Eine Liste unserer Lokalen Partner finden Sie auf www.ftt.swissfairtrade.ch/town/glarus-nord.


Zentrale Prinzipien sind Transparenz, eine gerechte Verteilung der Wertschöpfung, faire Arbeitsbedingungen sowie langfristige Partnerschaften entlang der Lieferkette. Ergänzend wird auch die lokale und regionale Wertschöpfung sowie ökologische Nachhaltigkeit gefördert.



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