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Konkrete Massnahmen vor Ort

  • 11. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Seit 2016 hat Glarus Nord eine Vielzahl von Initiativen angestossen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Sensibilisierung von Bevölkerung und Schulen. Ein Meilenstein war die Auszeichnung des Schulhauses Linth-Escher in Niederurnen als erste Fair Trade School der Schweiz im Jahr 2024. Dort wird das Thema fairer Handel aktiv in den Unterricht integriert.


Hier haben viele mitgewirkt: Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde und von Swiss Fair Trade freuen sich gemeinsam über die Auszeichnung
Hier haben viele mitgewirkt: Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde und von Swiss Fair Trade freuen sich gemeinsam über die Auszeichnung

Auch die Öffentlichkeit wurde regelmässig angesprochen – etwa durch Informationsstände an regionalen Veranstaltungen wie der Näfelser Fahrt oder durch Aktionen im Rahmen von Gemeindeanlässen. Zwar steht Fair Trade dabei oft nicht allein im Zentrum, doch wird das Thema gezielt mitgeführt und sichtbar gemacht.


Ein weiterer Fokus liegt auf dem nachhaltigen Konsum. Lokale Detailhändler, Gastronomiebetriebe und Unternehmen wurden motiviert, mindestens drei Fair-Trade-Produkte anzubieten und diese sichtbar zu kennzeichnen. Damit wird Fair Trade im Alltag greifbar – sei es beim Kaffee, bei Schokolade oder bei Textilien.


Nachhaltige Beschaffung als Hebel


Besonders wirkungsvoll ist das Engagement im Bereich der öffentlichen Beschaffung. Von der Gemeinde mitfinanzierte Studien zeigen, dass allein Glarus Nord jährlich rund 303'000 Franken für Produkte ausgibt, die auch aus fairem Handel erhältlich sind. Hochgerechnet auf alle Schweizer Gemeinden ergibt sich ein Potenzial von rund 58 Millionen Franken.


Bislang werden in Glarus Nord rund sieben Prozent dieser relevanten Ausgaben nach Fair-Trade-Kriterien getätigt – ein Wert mit Ausbaupotenzial. Die Gemeinde arbeitet deshalb an einem Konzept, um soziale und ökologische Kriterien systematischer in den Einkauf zu integrieren.


Dabei zeigt sich: Fair Trade muss nicht teurer sein. Gerade bei etablierten Produkten wie Kaffee oder Kakao sind faire Alternativen konkurrenzfähig. Einsparungen sind teilweise möglich, etwa durch angepasste Beschaffungsstrategien oder gebündelte Einkäufe.


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