Fairtrade im Schulalltag: ein kreatives Projekt im Linth-Escher
- 11. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Juni
Wie lässt sich Fair Trade im Schulalltag konkret erleben? Eine erste Massnahme im Rahmen von Fair Trade Town wurde im Frühling im Schulhaus Linth-Escher auf kreative und praktische Weise umgesetzt: Schülerinnen und Schüler stellten eigene Cashew-Caramel-Nüsse her – von der Produktion bis zur Verpackung. Das Projekt verband handwerkliches Arbeiten mit dem bewussten Umgang mit fair gehandelten Produkten und machte Nachhaltigkeit direkt erlebbar.
Im Schulhaus Linth-Escher wurde im Frühling 2026 im WAH-Unterricht (Wirtschaft, Arbeit, Haushalt) ein praxisnahes Fair Trade-Projekt umgesetzt: Schülerinnen und Schüler stellten Cashew-Caramel-Nüsse aus fair gehandelten Zutaten her und setzten sich dabei mit nachhaltigem Konsum auseinander.
Die Schülerinnen und Schüler übernahmensämtliche Arbeitsschritte eigenständig: vom Rösten und Karamellisieren über das Abfüllen bis hin
zur Verpackung der Produkte. Dabei wurde konsequent auf Zutaten aus fairem Handel geachtet – unter anderem wurden die Cashewnüsse im
Claro-Weltladen in Glarus bezogen.
Auch die kreative Gestaltung kam nicht zu kurz: Die Etikette wurde von einer Schülerin des Schulhauses entworfen und verlieh dem Produkt eine persönliche Note. Mehrere Klassen waren am Herstellungs- und Verpackungsprozess beteiligt, wodurch das Projekt breit im Schulalltag verankert war.
Ein besonderer Aspekt des Projekts war zudem die Verbindung zur Öffentlichkeit. Die fertigen Produkte wurden nicht nur im schulischen Kontext
genutzt, sondern auch ausserhalb der Schule verteilt: Alle Eltern der Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Linth-Escher erhielten ein Säckli mit den selbst hergestellten Nüssen kostenlos. Auch Vertreter der Gemeinde Glarus Nord und die Schulleitungen wurden berücksichtigt.
Begleitend dazu wird das Projekt aktuell im Claro-Weltladen in Glarus mit einem Schaufenster präsentiert. Dieses zeigt Einblicke in die Herstellung und macht das Engagement der Schule auch für die breite Öffentlichkeit sichtbar. Das Schaufenster bleibt voraussichtlich bis im
Juli bestehen und trägt damit weiterhin zur Sensibilisierung für fairen Handel im Alltag bei.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich Unterrichtsinhalte mit konkretem Handeln verbinden lassen – und wie Fair Trade im Schulumfeld nicht nur theoretisch vermittelt, sondern praktisch erlebt werden kann.

