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Fair Trade zum Anfassen am Dorffest Näfels

  • 11. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Juni

Am Dorffest Näfels machte die Gemeinde Glarus Nord mit einem Fair Trade-Stand auf globale Zusammenhänge aufmerksam – unkompliziert, familiennah und mitten im Festbetrieb.


Am Pfingstsamstag, 23. Mai 2026, herrschte am Dorffest in Näfels reger Betrieb. Zwischen Festwirtschaft, Vereinsprogramm und den

Vorbereitungen für das Glarner-Bündner Kantonalschwingfest, das wenige Tage später am selben Ort stattfand, setzte die Gemeinde Glarus Nord einen Akzent mit einem Stand zum zehnjährigen Jubiläum von «Fair Trade Town Glarus Nord».


Schon seit zehn Jahren engagiert sich die Gemeinde Glarus Nord für Fair Trade in der Region.
Schon seit zehn Jahren engagiert sich die Gemeinde Glarus Nord für Fair Trade in der Region.

Organisiert wurde der Auftritt von Melissa Stüssi, Kommunikationsverantwortliche der Gemeinde Glarus Nord und Projektleiterin von «Fair Trade Town». Unterstützt wurde sie von Silvan Dietrich von der lintharena sowie von Marielle Ventura und

Ursula Briggen vom Niederurner Laden «kostbar unverpackt». Dietrich ist Mitglied der Arbeitsgruppe Fair Trade Town Glarus Nord und setzt sich in seiner Rolle als CEO der lintharena ag für Fair Trade ein. Der Laden «kostbar unverpackt» bietet überwiegend faire Produkte an und war als regionales Unternehmen ein idealer Partner für den Stand am Dorffest.




Ein Quiz bringt Menschen ins Gespräch


Von 11 bis 17 Uhr konnten Besucherinnen und Besucher am Stand ihr Wissen rund um fairen Handel testen. Drei Fragen, jeweils mit drei Antwortmöglichkeiten: Wie verbreitet sind Fair Trade-Produkte in der Schweiz? Wie viele Kinder arbeiten weltweit in der Landwirtschaft? Und was bringt Fair Trade den Produzentinnen und Produzenten konkret?


v.l.n.r.: Silvan Dietrich (CEO lintharena), Melissa Stüssi (Projektleiterin «Fair Trade Town Glarus Nord») und Marielle Ventura und Ursula Briggen von «kostbar unverpackt» am Dorffest Näfels. Bild: Taria Hösli.
v.l.n.r.: Silvan Dietrich (CEO lintharena), Melissa Stüssi (Projektleiterin «Fair Trade Town Glarus Nord») und Marielle Ventura und Ursula Briggen von «kostbar unverpackt» am Dorffest Näfels. Bild: Taria Hösli.

Auch das Wetter spielte mit: Bei fast 30 Grad und strahlendem Sonnenschein war das Dorffest gut besucht. Vor allem Familien mit Kindern nutzten das Angebot. Manche Kinder knobelten konzentriert über die Quizfragen, andere holten sich Unterstützung bei den Eltern.


Wer beim Quiz mitmachte, erhielt ein kleines Präsent – darunter diverse Fair Trade-Produkte, Früchte und Gutscheine. Besonders gut

kamen die karamellisierten Cashew-Nüsse an, die Schülerinnen und

Schüler der Fair Trade School Linth-Escher im Unterricht hergestellt hatten – selbstverständlich aus Fair Trade-Zutaten.


Viele Besucherinnen und Besucher blieben zunächst wegen des Dorffest-Wettbewerbs stehen: Beim Fair Trade-Stand gab es den sechsten Stempel für die Hauptverlosung. «Vor allem Familien liessen sich auf

das Quiz ein und forderten einander mit ihrem Wissen heraus», sagt Ursula Briggen. «Sie fanden einen einfachen Zugang zu Fair Trade, weil

die Kinder das Thema offenbar kürzlich in der Schule behandelt hatten.»


Zwischen Sumo-Ring und Fair-Trade-Bananen


Auf der Schlachtwiese wurde wieder gekämpft! Die Offene Jugendarbeit Glarus Nord veranstaltete ein Sumo-Ringen für Gross und Klein, ohne Hellebarden, dafür ausgerüstet mit Batman- und Spider-Man-Anzügen.
Auf der Schlachtwiese wurde wieder gekämpft! Die Offene Jugendarbeit Glarus Nord veranstaltete ein Sumo-Ringen für Gross und Klein, ohne Hellebarden, dafür ausgerüstet mit Batman- und Spider-Man-Anzügen.

Der Stand wurde gemeinsam mit der Offenen Jugendarbeit Glarus Nord genutzt. Direkt daneben sorgte ihr Sumo-Ring für Unterhaltung. Kinder, Jugendliche und auch einige Erwachsene

lieferten sich in übergrossen Sumo-Anzügen lustige Kämpfe – mal als Batman, mal als Spiderman. Immer wieder blieben die Passanten lachend stehen.


Besonders die Zahlen zur Kinderarbeit sorgten für Gespräche. Rund

84 Millionen Kinder arbeiten gemäss UNICEF allein in der Landwirtschaft. «Viele waren überrascht, wie hoch diese Zahl tatsächlich ist», sagt Melissa Stüssi. «Das hat einige wirklich nachdenklich gemacht.»


Zwischen Quizkarten, Gesprächen und sommerlichem Festbetrieb gab es auch kleine improvisierte Momente: Weil der Wind immer wieder die Antwortkarten vom Tisch wehte, mussten kurzerhand Fair Trade-Bananen als Beschwerung dienen.


Am Ende des Tages zog das Team eine positive Bilanz. Der Stand war gut besucht, das Interesse spürbar – und vielleicht hat der Anlass den einen oder die andere dazu gebracht, beim nächsten Einkauf etwas genauer hinzuschauen.




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